3 - Konvoi ist unterwegs
4 - Hilfskonvoi "Viva Palestine" in Gaza angekommen
Christoph R. Hörstel begleitet Hilfskonvoi in den Gaza-Streifen – Telefoninterview vom 13.07.2009 aus Kairo
Ägyptische Behörden hindern Vorauskommando am Überqueren der Grenze in den Gaza-Streifen. Die Medien spielen mal wieder eine unrühmliche Rolle, indem sie sich trotz Hinweise auf diesen Konvoi interessenlos zeigen
Christoph Hörstel begleitet zusammen mit ca. 200 amerikanischen und europäischen Helfern einen Konvoi mit Hilfsgütern im Wert von ca. 1,5 Millionen Dollar in den Gaza-Streifen.
Kurz vor der Grenze wurde nun das Vorrauskommando aus angeblichen Sicherheitsgründen gestoppt und am Passieren der Grenze gehindert.
Den Fahrern wurde auferlegt ihre Führerscheine abzugeben und wurden insgeheim unter Druck gesetzt umzukehren.
Als nächstes wurden Bescheinigungen von der Botschaft verlangt, die bestätigen sollen, dass die Reise und der Aufenthalt in den Gaza-Streifen auf eigenes Risiko erfolgt.
Hörstel bat daraufhin die deutsche Botschaft, doch bitte das Schreiben so zu verfassen, dass ihm die bestmögliche Unterstützung zu Teil wird, ihm aber zumindest keinen Steine von Seiten der ägyptischen Behörden in den Weg gelegt werden. Die deutsche Botschaft weigerte sich allerdings, trotz Rücksprache mit Berlin, ein solches Hilfeersuchen an die ägyptischen Behörden zu stellen. Hörstel wurde statt dessen ein Schreiben, inkl. einer scharf formulierten Reisewarnung ausgestellt, in dem festgestellt wurde, dass er auf eigene Gefahr in den Gaza-Streifen reise.
Nach Rücksprache mit einem deutschen Diplomaten teilte dieser Hörstel mit, dass es wohl israelische Politik sei, den Gaza-Streifen unterversorgt und hungern zu lassen. Zudem wurde Hörstel unterschwellig gedroht, er könnte in Gaza festgehalten werden oder es könne auch passieren, dass die ägyptischen Behörden ihm die Rückreise verweigern können.
Die amerikanischen Helfer werden von ihrer Regierung darauf hingewiesen, die Hamas sei eine Terrororganisation. Interessant dabei ist z.B., dass die EU diese Einschätzung nicht teilt! EU Aussenminister Solana sagte einst:
„Für eine Terrororganisation verübe die Hamas einfach zu wenig Torroranschläge“.
Wie Hörstel sagt, setzen die USA Ägypten unter Druck, so dass dieses Land mit Israel kooperieren und somit deren Politik unterstützen muss.
Auch der der Fatah zugehörige Palästinenser Präsident Abbas, steht einem Hilfskonvoi negativ gegenüber. Es herrscht also ein breit gefächerter Widerstand gegen die Lieferung der Hilfsgüter.
Freeman stellt fest, dass es geradezu unglaublich ist, wie die westlichen Regierungen Hürden aufstellen, um humanitäre Hilfslieferungen zu behindern.
Zu den deutschen Medien:
Nachdem der ARD Korrespondent vor Ort eingeplant hatte den Konvoi zu begleiten, blies die ARD dieses Vorhaben mangels Interesse wieder ab. Auch benachrichtigte Hörstel verschiedene einschlägige deutsche Medien vor seiner Abreise über das Vorhaben, worauf jedoch keinerlei Resonanz erfolgte. Auch bei den amerikanischen Medien findet diese Hilfsaktion keinen Widerhall.









