Gerne wird es als Hirngespinst dargestellt, wenn die Rede davon ist, elektronische Identifikationssysteme dem Menschen unter die Haut zu spritzen, vielmehr, dass dies die zukünftige Technik sei, seine Rechnungen zu begleichen und den Ausweis zu ersetzen.
Weit scheinen wir nicht mehr davon weg zu sein.
Nun wurde bekannt, dass der US-Kongress im Mai 2007 neben anderen Massnahmen die Implantierung solcher RFID-Chips für Flughafenmitarbeiter erörterte.
Neu wäre dies nicht. Bereits Ende 2004 berichtete inside-it.ch, dass sich 160 Angestellte der mexikanischen Staatsanwaltschaft einen RFID-Chip implantieren liessen. Der Chip der Firma Applied Digital ist längst auch von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. Einer weiteren Verbreitung steht also nichts im Wege.
Applied Digital meldete im Juli 2004, dass 1000 von 7000 in Umlauf gebrachter Chips zur Identifizierung von Menschen verkauft wurden. Demnach wurden in diesem Jahr nicht nur die 160 Mexikaner mit diesem RFID-Chip "beglückt". 5 Jahre später dürften wir entschieden weiter sein.
inside.ch zeichnete bereits 2004 eine Horrorvision, die nicht abwegig ist
Horrorvision
Ein unter die Haut gespritzter RFID-Chip markiert eine Person eindeutig. Die heute erhältlichen Versionen des VeriChips von Applied Digital halten etwa für 10 Jahre. Problematisch an den Chips ist, dass sich - entsprechende Lesegeräte und IT-Applikationen vorausgesetzt - exakte Bewegungsbilder eines Chip-Trägers speichern lassen. So schlägt Applied Digital die Kombination von VeriChips und Lesesystemen etwa für die Überwachung von Gebäuden vor. Welche Daten wo, von wem, und für welchen Zweck gesammelt und gespeichert werden, ist für eine mit dem Chip markierte Person nicht kontrollierbar.Noch problematischer wird die massenhafte Anwendung von RFID-Technologie, wenn verschiedene Informationen kombiniert werden. So könnte ein Warengeschäft mit der Kombination der Informationen aus einer RFID-Kundenkarte (oder gar einem implantierten Chip) und aus den RFID-Etiketten der Produkte sowohl Bewegungsmuster wie auch Kaufgewohnheiten ihrer Kunden auslesen und speichern. Der "gläserne Mensch" wäre dann keine Zukunftsvision mehr, sondern Realität.
Recht umfangreiche Informationen zu der RFID-Chip Technologie und deren Einsatzgebiet findet sich bei exopol.net
08.08.2009 - Biometrischer Ausweis In 12 Minuten geknackt










